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Aktuelles
 

20.01.2012, Zentrale Tagungsdokumentation

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12.10.2011, Tagungsdokumentation bei BWP@ ist online

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14.03.2011, Programmheft als PDF-Datei

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22.02.2011, Interview mit Prof. Dr. Thomas Bals zu den 16. Hochschultagen Berufliche Bildung in der Zeitschrift BWP

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10.12.2010, Vertreter des Kultusministeriums und der Landesschulbehörde zu Gast im Fachbereich Berufs- und Wirtschaftspädagogik

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28.10.2010, Bohnenkamp-Stiftung unterstützt die 16. Hochschultage „Berufliche Bildung“ mit 100.000 Euro

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Rahmenthema

Vor dem Hintergrund des stark gegliederten deutschen Bildungssystems mit seinen weitgehend unabhängigen institutionellen Säulen ergeben sich besondere Anforderungen an alle Übergänge zwischen, aber auch innerhalb der Bildungsphasen. Traditionell wird diese Übergangsproblematik mit dem Schlagwort „Schwellen“ beschrieben, zu deren Bewältigung verschiedene Maßnahmen konzipiert sind, die inzwischen zumeist als „Übergangsmanagement“ bezeichnet werden.

Im Kontext der Hochschultage werden dabei – im Gegensatz zu den in der Öffentlichkeit zumeist in den Blick gerückten Übergängen „Kindergarten – Grundschule - weiterführende allgemeinbildende Schulen“ - die vielfältigen Übergänge in der Berufsbildung focussiert, d.h. insbesondere: Dieses geschieht auf der einen Seite in analytischer Hinsicht, indem einschlägige theoretische Ansätze, Studien und Untersuchungen eingebracht werden sollen. Auf der anderen Seite geht es - dem Selbstverständnis der Hochschultage folgend - aber auch unter dem Stichwort „Potentiale erkennen und Chancen nutzen“ darum, einschlägigen Programmen, Gestaltungskonzepten, Modellversuchen „best practice“ - Beispielen u.ä. ein Forum zur Evaluation und Reflexion zu bieten und im Sinne nachhaltiger Berufsbildung insbesondere ihre Vernetzung zu befördern.

Differenziert man die im Rahmen der Hochschultage relevanten Fragestellungen zu „Übergängen in der Berufsbildung“ ergeben sich folgende mögliche Betrachtungsperspektiven:
  1. Auf der Mikroebene richtet sich der Blick auf einzelne Personen oder kleine Gruppen. Hier geht es z.B. um (berufs-)biographische Verläufe und Statuspassagen, Fragen der beruflichen Sozialisation aber auch um individuelle Haltungen, Einstellungen, Motive und Begabungen, die im Kontext von Übergängen in der Berufsbildung bedeutsam sind. Dabei gilt dem Aspekt der Heterogenität (Alter, Geschlecht, kulturelle Herkunft bzw. Identität) besondere Aufmerksamkeit. Auch die Rolle der Lehrkräfte und ihr pädagogisches Repertoire bei der Bewältigung von Übergängen gehört in diesen Zusammenhang.
  2. Auf der Mesoebene sind die typischen Analyseeinheiten Organisationen bzw. Institutionen, die für die skizzierten Übergänge in der Berufsbildung relevant sind. Dazu zählen z.B. neben den Berufsbildenden Schulen, Ausbildungsbetrieben und Bildungsträgern der (beruflichen) Weiterbildung insbesondere die einschlägigen (Berufs-)Beratungsinstitutionen und Institutionen der Schulsozialarbeit, wobei hier deren spezifischer Beitrag für das Übergangsmanagement von Interesse ist.
  3. Auf der Makroebene werden die Übergänge in der Berufsbildung aus dem Kontext des Bildungssystems sowie Gesellschafts- und Wirtschaftssystems heraus analysiert. Hier geht es zum einen um den Systemcharakter der Übergänge, d.h. z.B. die horizontale und vertikale Durchlässigkeit und die internationale Anschlussfähigkeit. Zum anderen ist aber auch von Bedeutung, dass sich das (Berufs-)Bildungssystem mit neuen Anforderungen konfrontiert sieht (z.B. bildungsökonomische, demographische Herausforderungen), sich selbst im Übergang befindet (z.B. „New Public Governance“) und die Grenzen zu den anderen Bereichen des Bildungswesens fließender werden (z.B. „Offene Hochschule“).
Auf jeder dieser drei Ebenen lassen sich prinzipiell wiederum neben den systematisch-konzeptionellen Betrachtungen zudem historische und international-vergleichende Bezüge herstellen. Auch die Spezifika der in der Übergangsforschung gängigen Methoden bzw. Verfahren und ihre Eignung gilt es im Rahmen der Hochschultage zu thematisieren.